Für Schüler und Lehrer

Mediation für Schüler, Lehrer und Eltern.

Beseitigen Sie Probleme zwischen Beteiligten im Umfeld der Schule mithilfe von Mediation.

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Mediation in der Schule

Im schulischen Alltag sind Interessen von Lehrern, Schülern, Eltern und Verwaltung nur sehr schwer mit dem Bildungsauftrag zu koordinieren. Der Auftrag der Wissensvermittlung nach striktem Zeitschema sorgt oft für Konflikte.

Ebenen der Mediation

  • Konflikte zwischen Schülern untereinander
  • Konflikte zwischen Schülern und Lehrern
  • Konflikte zwischen Eltern und Lehrern
  • Konflikte zwischen Lehrern untereinander

Aber auch vergebene Schulnoten, ungebührliche oder missgünstige Verhaltensweisen, körperliche Auseinandersetzungen, die Anordnung von Erziehungsmaßnahmen oder gar Mobbing sind Anlässe für Streitigkeiten.

Häufige Probleme und Streitpunkte

  • Notenvergabe
  • Erziehungsmaßnahmen
  • Verhalten im Unterricht (z.B. wiederholende Störungen im Unterricht)
  • Verhalten untereinander (z.B. Mobbing, Beleidigungen, etc.)
  • Körperliche Auseinandersetzungen

Warum eine außerschulische Mediation?

Primär soll die Mediation nicht nur der Konfliktlösung dienen, sondern bestenfalls auch die Ursachen der Konflikte bekämpfen. Nur so kann eine langfristige Streitbeilegung gewährleistet werden.

Oftmals gestaltet sich eine Konfliktbeilegung durch die Parteien selbst oder durch unmittelbar Beteiligte schwierig. Regelmäßig können die Beteiligten oder zumindest mittelbar Beteiligten die für eine Mitwirkung an der Konfliktbeilegung erforderliche Objektivität nicht wahren.

Zwar bestimmen viele Schulen schulinterne Streitschlichter – jedoch wird hierbei verkannt, dass eine Schlichtung nicht mit dem Ansatz eines Mediationsverfahrens verglichen werden kann. Dies gilt insbesondere, wenn der Schlichter ein Mitarbeiter der Schule ist. Sodann wird er kaum von den ebenfalls in den Schulalltag involvierten Streitparteien als unparteiische Instanz Akzeptanz finden.

Aus diesem Grund ziehen die Schulleitungen nicht selten externe (mit schulrechtlichen Konflikten betraute) Mediatoren hinzu. Unter einer vereinbarten Verschwiegenheitspflicht können schulinterne Konflikte unter Ausschluss der Öffentlichkeit thematisiert werden.

Insoweit können sich die Konfliktparteien (etwa Lehrer und Schüler) ihrer konkreten Auseinandersetzung produktiv widmen, ohne eine Einflussnahme der Schulleitung – welcher naturgemäß an der Aufrechterhaltung des Ansehens der Schule gelegen ist – befürchten zu müssen.

Voraussetzungen für die Mediation

Jedoch ist die Mediation ein freiwilliges Verfahren. Das heißt, dass die Konfliktparteien selbst ein Interesse an der Konfliktbeilegung haben müssen. Zudem müssen die Konfliktparteien aktiv an der Streitbeilegung mitwirken.

So ist es unumgänglich, dass die Parteien miteinander kommunizieren und auch bereit sind, Kompromisse einzugehen.

Ablauf der Mediation

In der klassischen Schulmediation wird der Mediator zunächst in Erfahrung bringen, welche Personen der Mediation beiwohnen sollten. Wenn z. B. mehrere Schüler einer Oberstufe und eine Lehrkraft im Sportunterricht aneinander geraten sind, wird der Konflikt nicht ohne Beteiligung aller betroffenen Schüler, ggf. deren Eltern, mitunter auch nicht aktiv beteiligten Schülern und dem Lehrer endgültig beizulegen sein.

Eine Aussprache, die allein unter einem Teil der Schüler und dem Lehrer stattfindet, steht unter einer temporären Scheinsolidarität, die in der Solidargemeinschaft der mediativ beteiligten und eben jenen der Mediation nicht beiwohnenden Schülern, infrage gestellt werden kann.

Die Ermittlung von Positionen und Interessen stellt den zeitlich umfangreichsten Teil der Mediation in der Schule dar. Denn zum einen können Lehrer, die seinerzeit zwar selbst die Schulbank gedrückt haben, aber gleichsam den Lebensgewohnheiten und Zwängen der ökonomieorientierten Leistungsgesellschaft nicht unterstanden, sich nur bedingt in die Situation der jüngeren Generationen hineinversetzen.

Auf der anderen Seite fühlen sich Schüler, die sich im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung befinden, von ihrem Lehrer nicht selten missverstanden. Hier bietet die Mediation in der Schule die Option Missverständnisse zu erkennen und aktiv zu beseitigen und insoweit ein zukunftsträchtiges Fundament der Toleranz und Wertevermittlung zu schaffen.